Schwacher Schiedsrichter drehte das Spiel!

SV Förste vs. 1. FC Freiheit 3-2

Ein ganz schwacher Unparteischer verhinderte mit kuriosen Entscheidungen (wußte manchmal gar nicht, was überhaupt passiert war und hatte zeitweilig unterschiedliche Kommentare und Meinungen) einen eventuellen Erfolg im zweiten Punktspiel des 1. FC Freiheit. Bisher haben Schiedsrichter in unseren Spielberichten überwiegend gute Kommentare erhalten, in diesem Bericht kann dem leider nicht nachgekommen werden!

Nur 4 Minuten war das Match alt, da klingelte es bereits im Kasten des SV Förste. Als Alex Kösling nach langem Pass von Samir Selmi zu Andre‘ Minne „durchsteckte“, schoss dieser überlegt am Förster Keeper Matthias Bornemann vorbei zur 1-0 Führung ein. Wütende Angriffe des SV folgten, doch kaum einmal ging etwas Zählbares daraus hervor. Im Gegenteil, wieder brachte Samir Selmi mit einen langen Ball Andre‘ Minne in eine gute Lage und auch diesmal konnte dieser aus halbrechter Position mit einem Schlenzer ins lange Eck einlochen. 2-0 für den 1. FC Freiheit nach 28 Spielminuten, das hat bis dahin keiner so richtig auf den Schirm gehabt. Mit einer tollen Einstellung durch Spielertrainer Samir Selmi und einer guten kämpferischen Leistung und toller Laufarbeit des FCF sah es bislang gut aus in dieser Partie, in der mit Canel Anlama ein junger Spieler einen zufriedenstellenden Einstand gab..

Doch dann folgten Aktionen des Schiedsrichters Andreas Bönke aus Wieda, die selbst für die Spieler des SV Förste unverständlich waren und unglücklicherweise Ausgangspunkt zu einem „Dreher“ des Spielgeschehens wurden. Gleichzeitig mit einer Allerweltsrempelei im Strafraum des FCF und ohne, das der Gegner eine Chance hatte, an den Ball zu kommen, pfiff Schiri Bönke auf Strafstoß und zeigte FC-Verteidiger Yan-Marten Winkler, der völlig verduzt dastand, die rote Karte! Kommentar des Schiris: „Foulspiel im Strafraum!“ Auf Nachfragen der Spieler wollte er dann allerdings erst noch seinen Assistenten an der Linie befragen!? Was dort besprochen wurde, entzieht sich unserer Kenntnis, jedenfalls blieb es bei der roten Karte. Komisch, das auf späteres Nachfragen wegen eventueller nichtiger Doppelbestrafung durch einen Schiedsrichterkollegen die Antwort gedreht wurde. Jetzt hieß es: Rote Karte, weil Winkler der letzte Mann gewesen sein sollte! Auch das konnte nicht stimmen, denn zugleich waren zwei Spieler des FCF zumindest auf gleicher Höhe! Auch als Spieler des SV Förste sagten, die rote Karte wäre zu streng, blieb Schiri Böning bei seiner Meinung oder besser gesagt….mit seiner Meinung allein.

Den fälligen Strafstoß zum 2-1 Anschlußtreffer erzielte Christian Ehrhardt in der 39. Spielminute. Kurz danach ging’s in die Halbzeitpause.

Der FCF haderte auch nach Wiederbeginn noch mit der Entscheidung des Schiedsrichters, leider zu lange, denn bereits eine Minute nach dem Wiederanpfiff erzielten die Förster den Ausgleichstreffer. Nach scharfer Flanke vor das FCF-Gebälk bekam ein Verteidiger des FCF den Fuss nicht schnell genug hinter das Leder und so krachte der Schuss ins eigene Tor zum 2-2 (46.). Und dessen nicht genug, die Freiheiter waren noch nicht wieder richtig im Spiel, da schlug es erneut im FC-Gehäuse ein. SV-Torjäger Ehrhardt reagierte am Schnellsten, als ihm der Ball vor die Füße sprang und ließ Torhüter Jörg Twardogorski, der wie auch bei den beiden vorangegangenen Toren keine Abwehrgelegenheit hatte, auch diesmal keine Chance, das Gegentor zu verhindern (49.).

Einige vielversprechende Angriffe des FCF wurden in der Folgezeit vom Schiri zurückgepfiffen, so dass die Freiheiter nur noch wenige Gelegenheiten zur Ergebnissverbesserung hatten. Auch hier wieder kuriose Entscheidungen des Schiedsrichters, der erst in die Eine, dann in die andere Richtung zeigte oder sich nicht sicher war, was er denn nun eigentlich gepfiffen hatte……zeitweise wirkte er sehr durcheinander, so dass einige Zuschauer lachten, was dem Freiheiter Anhang natürlich nicht gefiel. Dem SV Förste gelang trotz der zweifachen Überlegenheit (Hassoun Adel bekam mit einer zweiten gelben Karte nun die gelb-rote gezeigt und musste das Spielfeld verlassen) nichts mehr, die wenigen gefahrbringenden Situationen entschärften Samir und Ossim Selmi oder Walter Len sowie der eingewechselte Marcel Ernst zusammen mit dem laufstarken Jan-Hendrik Freye, der sich nicht scheute, weite Wege nach dem Ausscheiden Winklers zu gehen. Dagegen hatten noch Kamil Seker und Alex Kösling oder auch Andre‘ Minne zum Ende des Matches ein paaar gute Gelegenheiten, das Ergebnis erträglicher zu gestalten, doch fischte Bornemann im Förster Tor die meisten Bälle weg, so blieb es bei der Freiheiter 2-3 Niederlage, mit der der SV Förste sehr gut leben kann, die Freiheiter jedoch an ihrem guten Glauben an die Unparteiischen einen Dämpfer hinnehmen mußten.

Fazit: Einen so wankelmütigen und in seinen Entscheidungen danebenliegenden Schiedsrichter in einer Kreisligapartie, die etwas Besseres verdient hätte, ist uns schon lange nicht vorgekommen. Es wird immer schnell gesagt, wenn eine Mannschaft gefrustet hinten liegt, der Schiri hätte die Schuld und oft stimmt das absolut nicht, aber bei dieser Partie hätte ich mir einen Schiedsrichterbeobachter gewünscht, der objektiv die Entscheidungen seines Kollegen betrachtet hätte, dann würde zumindest eine Rüge ausgesprochen worden sein, so aber kommt er davon und kann seine Art und Weise zu pfeifen noch bei anderen Spielen einbringen…

FCF: Twardogorski – S. Selmi, Winkler, Len, O. Selmi, Freye, Anlama (54. Ernst), Adel, Seker (83. Hoxha), Minne, Kösling

 

ABOUT THE AUTHOR: Jürgen Stolze

Manager des 1. FC Freiheit

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