Punktgewinn bei der SG Bergdörfer

Lange in Unterzahl und dennoch mit einem 1:1 Unentschieden einen Punkt bei der SG Bergörfer entführt …

Als der Bezirksliga-Aufsteiger am vergangenen Sonntag die Reise ins Eichsfeld zu der SG Bergdörfer antrat war klar, dass es beim tabellensiebten ein schweres Spiel wird. Die Spielgemeinschaft gilt als spielstark und das Eichsfeld für Gastmannschaften als „heißes Pflaster“ – so auch am 12. Spieltag für die Freiheiter.

Das Spiel fing wie erwartet an, die Hausherren waren vom Ballbesitz her spielbestimmend und bemüht viel Druck nach vorne zu machen. Beide Mannschaften schenkten sich kaum Meter auf dem Feld, was zu Beginn durch körperbetonte Zweikämpfe deutlich wurde. Nach 23. Minuten mussten die Gastgeber erstmals wechseln, da Gläse (SG Bergdörfer) nach einem Pressschlag nicht mehr weiter machen konnte. Nur 5 Minuten die selbe Situation für die Freiheiter, als Maxim Mihailin nach einem Foulspiel verletzt ausgewechselt wurde (27.). Beiden Spielern an dieser Stelle eine schnelle Genesung! Für ihn kam Jonas Bode, der sich nahtlos ins Spiel einfügte.

Nur wenige Momente später der Dämpfer für den 1. FC Freiheit, als nach einem fahrlässigen Ballverlust wenige Meter vor dem Strafraum die Hausherren sofort schalteten und der Ball auf Robin Bilbeber (SG Bergdörfer) durchgesteckt wurde, der sich die Chance nicht nehmen ließ und frei vor Torwart Sukup einnetzte (27.).

Doch der FC machte weiter, man merkte das hier etwas drinnen ist. Nach Ballgewinn preschte Andre Minne nach vorne, legte den Ball links raus auf Sebastian Kirschstein, der mit einer scharfen Flanke Alexander Kösling suchte. Kösling schaltete in der Mitte am schnellsten und grätschte den Ball zum umjubelten 1:1 ins Tor ein. „Der Knoten ist geplatzt“, so Kösling.

Ärgerlich aus Freiheiter Sicht ist, dass Oiacim Selmi nach gespieltem Ball seine fünfte Gelbe Karte sah (37.) und Kirschstein aufgrund eines Ineinanderlaufens, was vom Schiedsrichter als Rempler gewertet wurde, ebenfalls verwarnt war (40.). Wenig später eine Schlüsselszene des Spiels, bei der Schiedsrichter Heyder Khalaf seinen Höhepunkt hatte. Zuvor kassierte Kirschstein wegen eines Remplers die gelbe Karte, nun wurde er selber gerempelt aber sah zur Verwunderung die gelb-rote Karte. Nach Diskussionen wurde auch noch Trainer Samir Selmi des Feldes verwiesen (42.). So ging es in die Halbzeit.

Die Freiheiter mussten nun die gesamte zweite Halbzeit in Unterzahl gegen die Gastgeber bestehen, doch die Herausforderung nahmen die Selmi-Schützlinge an. Die harten Trainingseinheiten von Coach Selmi trugen ihre Früchte. Die Laufbereitschaft im Mittelfeld war hoch: Rico Hausmann, Oiacim Selmi und Dennis Isermann verschoben viel und machten das Zentrum dicht. Jan-Hendrik Freye und Jonas Bode machten viele Wege auf den Außenbahnen. Auch die Vertedigung um „Abwehrchef“ Andre Minne stand mit Yan-Marten Winkler und Walter Len eng bei den Leuten, sodass die Kreativabteilung der Bergdörfer kaum Ideen und Möglichkeiten hatte, sehenswerte Torchancen herauszuspielen.

Bergdörfer wechselte gleich zweimal (60. und 68.), um den Spiel in Überzahl mehr Druck zu verleihen und unbedingt den Heimsieg einzufahren. Freiheit hingegen stand tief, mauerte und konzentrierte sich ausschließlich auf’s Kontern und es ergaben sich Möglichkeiten. In der 75. Minute kam nach einer Flanke Dennis Isermann im Gewühle an den Ball, dessen Schuss aus elf Metern knapp über die Latte ging. Den Gastgebern gelang es durch lange Bälle oder tiefe Pässe ein paar Freistöße oder Ecken herauszuholen, die das ein oder andere Mal für Gefahr sorgten. So auch Eckermann’s Kopfball (SG Berdörfer), der kurz vor Schluss knapp das Freiheiter Tor verfehlte.

Eine letzte Großchance für den 1. FC Freiheit gab es in der 88. Minute. Kapitän Rico Hausmann tankte sich mit dem Ball nach vorne durch und spielte aus halblinker Position einen Ball in den Rücken der aufgerückten Bergdörfer Abwehr auf den mitgelaufenen Torschützen Kösling, der frei vor Torwart Jörg Armbrecht (SG Bergdörfer) stand. Der Keeper der Gastgeber konnte Kösling’s Einschubversuch parieren und die Last-Minute-Niederlage seiner Heimmannschaft verhindern. „Wenn es schlecht läuft, dann gehst Du hier noch mit einer Niederlage vom Feld.“, haderte Trainer Bilbeber gegenüber dem GT Sportbuzzer.

Kurz darauf pfiff Schiedsrichter Khalaf das Spiel ab. Schön zu sehen, dass am Ende Spieler und Trainer sich alles Gute wünschen, was wir an dieser Stelle auch noch einmal in Richtung der SG Bergdörfer tun.

1. FC Freheit: Marco Sukup – Andre Minne, Walter Len, Yan-Marten Winkler – Rico Hausmann (C), Dennis Isermann, Oiacim Selmi, Sebastian Kirschstein, Jan-Hendrik Freye, Maxim Mihailin (27. Jonas Bode) – Alexander Kösling

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