ERST KEIN GLÜCK – DANN KAM DER FRUST

TSV Steina  vs. 1. FC Freiheit  4-2

Wer dieses Spiel verfolgt hat, musste sich mehrmals die Augen wischen, denn was er zu sehen bekam, war eine Partie, die vom Niveau eher der Rangordnung „Not gegen Elend“ zu zuschreiben war! Die einen versuchten es, konnten aber nicht…..die anderen konnten nicht, versuchten es aber trotzdem und hatten sogar Erfolg damit!

Dabei fingen die Freiheiter gut an. In den ersten 25 Minuten kamen die Steinaer kaum aus ihrer Hälfte heraus, soviel Druck erzeugten die Töpperwien-Schützlinge. Der TSV verteidigte mit 10 Spielern im eigenen Strafraum….und hatte das Glück auf seiner Seite, als der FCF mehrmals verzog oder geblockt wurde. Je länger das Match dauerte, um so mehr mussten einige FC-Spieler mal wieder Dampf ablassen und hatten sich Schiri Wulze dafür ausgeguckt. Der 79-jährige konnte den Ball für die Freiheiter jedoch auch nicht ins Tor winken, musste aber den Frust des FCF über sich ergehen lassen und tat das auch zum Glück für einige Spieler des FCF mit stoischer Ruhe. Man konnte es gar nicht mehr mit ansehen, wie oft Chancen vergeben wurden oder wie sehr das Unvermögen auf Seiten des FCF zuschlug! Das ging so bis zur 68. Minute, dann schoss ein TSV-Angreifer aus über 25 Metern hoch auf das von Justin-Maik Freiheit gehütete Tor ……und traf genau in den Winkel zum 1-0 für Steina! Versteinerte Minen beim 1. FC Freiheit. Unglaublich, was geschehen war….das stellte das Spiel völlig auf den Kopf! Und damit nicht genug, nur 3 Minuten später ein neuer Angriff der „Blau-Weißen“ und es stand 2-0 für den TSV (71.). Beim Befreiungsschlag verzog der FC-Verteidiger völlig und traf über den FC-Keeper hinweg wunderschön ins lange Toreck, leider ins Eigene! Und da der Schreck bei den FCern sehr tief saß, konnte ohne große Gegenwehr auch noch das 3-0 aus Sicht des TSV vollbracht werden. Kordts hieß der Torschütze des TSV in der 77. Spielminute.

Nachdem der größte Schock verdaut war, besannen sich die Freiheiter wieder und rannten erneut gegen das TSV-Gebälk an. Oiacim Selmi schaffte es in der 79. Minute, das Leder im Steinaer Tor zum 1-3 zu versenken, es war noch nicht zu spät….und als Sercan Cavildak mit schönem Drehschuss aus dem Gewühl heraus zum 2-3 Anschlusstreffer vollendete, wollten die Freiheiter mehr (84.). Doch man war viel zu viel mit sich selbst beschäftigt und meckerte sich gegenseitig an. Die Spielzeit verlief im Sande und der TSV vollstreckte noch zum 4-2 als Endergebnis in einem Spiel, das für den FCF völlig aus dem Ruder gelaufen ist gegen einen Gegner, den man eigentlich über lange Zeit im Griff hatte und hätte besiegen müssen.

Fazit: Ein Rückfall in „alte Tugenden“; nach dem es in den ersten beiden Spielen sehr ruhig war und jeder für jeden kämpfte, kam mit dem Spielverlauf im dritten Spiel viel Frust hoch, der sich durch Anmeckern oder über den Schiri meckern entladen sollte. Damit hat sich die Mannschaft völlig herunter gezogen und außer Tritt gebracht. Mir tun diejenigen Spieler leid, die sich nicht anstecken lassen und eigentlich nur Fußball spielen wollen…..aber das war an diesem Tag nicht möglich! Der eine oder andere Spieler sollte einmal in sich gehen und fragen, ob er mit seiner Tour der Mannschaft hilft….aber Selbstkritik ist nicht jedermanns Sache!

FCF: Freiheit – El-Azaizea, Groß, Sochacki, A. Caparelli, M. Caparelli, Rebrov, Kurs, Cavildak, Selmi, Gaus, Gerloff, Ernst

ABOUT THE AUTHOR: Jürgen Stolze

Manager des 1. FC Freiheit

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