Einen Punkt gewonnen – oder 2 verloren?

1. FC Freiheit  vs.  SG Werratal  0:0

Es scheint wohl eher so, als hätten unsere Freiheiter 2 Punkte verloren. Es war mehr drin in diesem Match, doch scheiterten die Gastgeber immer wieder an der vielbeinigen Abwehr der Werrataler.

Dabei passierte in Halbzeit Eins recht wenig. Werratal verlegte sich im ganzen Spiel auf schnelle Konter und der 1. FC Freiheit versuchte, genug Druck aufzubauen, um die dichte Abwehrreihe der SG zu knacken, was allerdings nur selten gelang. Erst als Hassoun Adel mit feinem Pass Maurice Strüwer auflegte und dieser mit einem Volleykracher aus knapp 16 Metern aufs Tor zog, konnte ein erster Freiheiter Torschuss verbucht werden (35.). Diesen konnte SG-Schlussmann Marco Beuermann jedoch per Faustabwehr parieren. So endete Hälfte Eins mit einem 0:0!

Die von FC-Trainer Samir Selmi sehr offensiv eingestellten Freiheiter versuchten nach der Pause, noch mehr Druck auf den Gegner zu entfachen. Mit guter kämpferischer Einstellung machten sie sich daran, dass Abwehrbollwerk zu durchdringen, scheiterten aber oft bereits vor dem Strafraum oder es wurde der abschließende Torschuss in letzter Sekunde verhindert. Durch diverse Ballverluste des FCF gelang es den Werratalern, immer wieder gefährliche Nadelstiche in Richtung Freiheiter Tor zu setzen. FC-Keeper Marco Sukup wurde jetzt das eine oder andere Mal ernsthaft geprüft, hielt aber seinen Kasten an diesem Tag sauber! In der 55. Spielminute pfiff Schiedsrichter Lenard Stichnoth Freistoß für den FC ca. 25 Meter vor dem SG-Tor. Mit kurzem Anlauf drosch Oiacim Selmi – an diesem Tag souveräner Chef der Freiheiter Defensive – das Leder halbhoch und sehr knapp am SG-Tor vorbei (55.). Und kurze Zeit später lupfte Kevin Eckert aus kurzer Distanz den Ball über Torhüter Beuermann hinweg Richtung Tor, aber den bereits jubelnden Fans kam die Schockstarre ins Gesicht, als das Rund äußerst knapp über das Gebälk strich und somit nicht zum erhofften Torerfolg führte (59.). Nach 67 Minuten wechselte Samir Selmi aus, für Sebastian Kirschstein, der in diesem Spiel unter seinen Möglichkeiten blieb, kam Alexander Kösling in die Partie, doch auch er konnte nur wenige Akzente in Richtung SG-Tor setzen. Erst kurz vor Spielende konnte nach feiner Kombination über „Eddy“ Draheim, Oiacim Selmi und Andre‘ Minne, der Strüwer lang schickte, eine gefährliche Situation vor dem SG-Tor entstehen. Strüwer jagte allein auf TW Beuermann zu, doch dieser konnte gerade noch zur Ecke klären und somit seine Elf vor einer Niederlage bewahren (84.). Zu allem Übel verletzte sich bei dieser Aktion Strüwer am Oberschenkel und wird wohl einige Zeit ausfallen. Nach 93 Spielminuten pfiff der Schiri die bissig geführte Partie ab, deren Ergebnis nur zu der Einsicht führte, dass Werratal nicht der starke Gegner wie in deren Heimspiel war, sondern wir bereits im Hinspiel hätten punkten müssen, um heute besser da zu stehen.

Fazit: Ein Punkt ist immer besser als eine Niederlage! Vielleicht war es ausgerechnet der Punkt, der am Ende der Saison ausreicht, um doch noch das rettende Ufer zu erreichen. Müssen wir eben versuchen, im kommenden letzten Auswärtsspiel, in Hainberg, zum Erfolg zu kommen! Und wir haben dann immer noch 3 Heimspiele, Jungs! Also Kopf hoch, es ist noch nicht zu Ende! Ruht euch aus! Zu Bedauern sind eigentlich nur wieder einmal die gelben Karten durch dummes Gemecker gegenüber dem Schiedsrichter. Obwohl inzwischen jeder Spieler wissen sollte, das sein lautes Gemecker auf dem Platz zu gelben Karten führt und dadurch die Mannschaft zahlenmäßig durch anstehende Sperren geschwächt wird. Man kann nur von großer Dummheit sprechen, wenn dann auch noch nach Verwarnung durch den Schiri weitergemeckert wird. Auch hier haben wir mit Hassoun Adel und Maurice Strüwer wieder zwei „Opfer“, die durch gelbe Karten im nächsten Match aussetzen müssen. Kann man es Glück im Unglück nennen, dass Strüwer durch seine Verletzung sowieso ausgefallen wäre? Nein! Hier ziehen wir eine Grenze und bedauern Maurices Verletzung sehr!

FCF: Sukup – O. Selmi, Draheim, Winkler, Hausmann, Freye, Kirschstein (67. Kösling), Eckert, Minne, Adel, Strüwer

ABOUT THE AUTHOR: Jürgen Stolze

Manager des 1. FC Freiheit

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